Kunst im Karpfenpfeifersaal
"Licht - Farbe - Leben" nannte Tobias Stengel, spezialisiert in der Beton-Farbglas-Gestaltung, sein Werk, das einzelne Glaselemente zeigt, die aus größeren Blöcken herausgeschlagen und mit einer speziellen Technik in einen Stahlrahmen einbetoniert sind. Als Grundlage diente ein altes Betonglasfenster, das sein Vater Gerhard Stengel von 1977 bis 1980 für das einstige FDGB-Heim fertigte. Nach 1997 stand das Hotel leer und Teile des Bildes wurden zerstört. Im Auftrag des neuen Eigentümers, Hans B. Bauerfeind, entwickelte Tobias Stengel die fehlenden Teile neu. Dabei wurde außer Licht und Schatten auch auf die Einarbeitung einer räumlichen Ebene, einer Reliefoberfläche, Wert gelegt.
Tobias Stengel, 1959 in Grimma geboren, absolvierte sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Seit 1986 ist er freischaffend tätig. Er bekam mehrere Stipendien, unter anderem 1995 das USA-Stipendium des Landes Sachsen, 1996 das Philip Morris Stipendium und 2001 das Stipendium des Center of Contemporary Art, Prag.



